Veranstaltungshinweise

Hier finden Sie eine Vorschau politikwissenschaftlich relevanter Veranstaltungen

 

Ein neuer Anlauf für Informationsfreiheit in Österreich – sind Verwaltung und Politik bereit dazu?

Zoom-Konferenz am 15. April 2021 ab 17:00

Seit dem Österreich-Konvent 2003-2005 hat es mehrere Anläufe für die Abschaffung des Amtsgeheimnisses in Österreich gegeben. 2014/15 wurden die ersten konkreten Gesetzesentwürfe vorgelegt. Aktuell befindet sich ein weiterer, darauf aufbauender Entwurf für ein Informationsfreiheitsgesetz in Begutachtung. In den Debatten darüber wird ein Kulturwandel in Politik und Verwaltung als Voraussetzung für die Etablierung und Sicherung des Rechts auf Informationszugang und der Pflicht zur Bereitstellung von Informationen im öffentlichen Interesse genannt. Wie dieser genau erfolgen kann und soll, was die Ausgangsbasis in Bund, Ländern und Gemeinden dafür bildet, und wie er technisch und organisatorisch unterstützt werden kann, bleibt offen.

Die Sektion Politik und Verwaltung führt dazu ein interdisziplinäres Gespräch mit Univ. Prof. Dr. Ewald Wiederin (Universität Wien), Dr. Florian Philapitsch (Amt der burgenländischen Landesregierung und Landtagsdirektion Burgenland) und Dr. Ross King (Austrian Institute of Technology).

Ewald Wiederin befasst sich seit langem mit Fragen von Staat und Öffentlichkeit im verfassungsrechtlichen Kontext. Florian Philapitsch bringt die Perspektive der Landesverwaltungen ein, über die ein Großteil der Verwaltungstätigkeit „vor Ort“ abgewickelt wird, und die besonders von Informationsanfragen betroffen sein wird. Ross King beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit und Datenbanken, also Themen, die bei der tatsächlichen Umsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes eine gewichtige Rolle spielen werden.

Es gelten die Chatham-House-Rules - den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ist die freie Verwendung der erhaltenen Informationen unter der Bedingung gestattet, dass weder die Identität noch die Zugehörigkeit von Rednern oder anderen Teilnehmern preisgegeben werden dürfen.

Die Veranstaltung findet als Zoom-Videokonferenz am 15. April, von 17:00 bis 18:30 Uhr, statt. Wir suchen um Anmeldung bis 13. April 2021 unter nicole.frei(at)fh-campuswien.ac.at. Die Angemeldeten erhalten am Tag vor der Veranstaltung die Zugangsdaten per E-Mail.

Die Diskussion wird von der ÖGPW-Sektion Politik und Verwaltung gemeinsam mit dem AIT Maschinenlernen Lab und dem Public Management Lehrgang der FH Campus veranstaltet.

Online-Konferenz: Überlebendeverbände

Erinnerungsgemeinschaften und politische Akteure im Kalten Krieg.

Das IKT – Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW lädt Sie in Kooperation mit dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) von 19.-21. April 2021 herzlich zur Online-Konferenz ein:

„Nie wieder!“ – dieser Ruf, als Motto auf zahlreichen Veranstaltungen wie den Befreiungsfeiern in den Konzentrationslagern zu hören bzw. auf Transparenten und Plakaten seit 1945 zu lesen, war zentraler Ansporn und zentrales Motiv für vielfältige Aktivitäten von Überlebendenorganisationen, in denen sich ehemalige Widerstandsangehörige und politische KZ-Häftlinge nach der Befreiung zusammenschlossen. Im Kalten Krieg vielfach entlang politisch-ideologischer Grenzen zerstritten, entwickelten die Organisationen der Überlebenden beträchtliches Engagement für die geschichtliche Aufarbeitung und Erinnerung an Krieg, Widerstand und (politischer) Verfolgung, für Entschädigung, Renten und medizinische Versorgung und für eine Bestrafung der Täter.

In den letzten Jahren erfährt die Geschichte der NS-Opfer nach der Verfolgung und ihre vielfältigen Aktivitäten verstärkte Aufmerksamkeit in der Forschung, wobei auch die Ambivalenzen des Engagements ehemals politisch Verfolgter thematisiert werden. Beispielsweise waren die Verbände politisch Verfolgter am Ausschluss bestimmter Überlebender aus der Entschädigung beteiligt. In den Volksrepubliken stützten sie und ihre Funktionäre die Regime, transportierten das offizielle Geschichtsbild und waren häufig tief in die politischen Verfolgungen verstrickt.

Ziel der Tagung ist es, einen Querschnitt durch die Forschungen zu den Überlebenden und ihren vielfältigen Zusammenschlüssen zu gewinnen. Die leitende Frage ist deshalb bewusst offen und weit formuliert. Im Zentrum der Tagung soll das Verhältnis zwischen Gesellschaft, Politik, Justiz, Erinnerung und den Überlebenden/ihren Organisationen stehen.

Termin: 19.-21. April 2021

 

Ort: Live-Stream (via Zoom), us02web.zoom.us/j/81599632847

Weitere Infos und Programm: www.oeaw.ac.at/ikt/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/ueberlebendenverbaende

Konzept: Maximilian Becker (IKT)

Kooperationspartner: Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Collegium Carolinum

IHS Seminar: Telescoping transformative change with foresight-oriented climate governance indicators

April 12, 2021 16:00 - 17:30, Virtual

ddressing the climate crisis requires more than incremental change. Transformative change, however, requires coordinated actions from the societal, economic, and political domain. These domains are interdependent and within and across each domain there may be high uncertainty about prospective actions and behavior. Societal, economic, and political actors have to cooperate and coordinate to reach their aim. However, cooperative behavior in climate governance is difficult to predict. Experimental evidence demonstrates that cooperation is also hampered by physical uncertainty (ambiguity) concerning resource availability. Social uncertainty becomes exacerbated. This perceived social uncertainty about each other’s actions—including economic, technological, and political uncertainty—may be one major reason for insufficient action against climate change.
In this presentation, we show how to potentially reduce social uncertainty by developing, eliciting and communicating a foresight-oriented Climate Governance Expectations Index (CGEI). Our CGEI collects people’s probabilistic beliefs of reaching mid-and long-term climate targets, including carbon pricing, budget targets, but also climate damages. The CGEI communicates aggregated expectations as confidence levels. This way, it can serve as a continuous barometer between pessimistic and optimistic outlooks, rationalizing expectations, and catering to people’s need to reduce social uncertainty, or, more precisely, the ambiguity of unknown probabilities of societal cooperation. Once ambiguity is reduced, the CGEI becomes a risk measure and its communication raises awareness for the discrepancy between one’s risk preferences and the actual risks of climate damages. When the risks become clear, people start to act to reduce climate risks to their risk preferences. Transformative change is catalyzed.

The IHS seminar will take place online as an MS-Teams event. Interested parties can register by mail to event(at)ihs.ac.at and will receive a link to participate.

Online-Diskussion: Erfahrungen und Herausforderungen in der österreichischen Erinnerungskultur, 28. April, 16:00-18:00 Uhr

Eine Veranstaltung des Sir Peter Ustinov Instituts

Die Teilnahme ist unter folgendem Link möglich:

https://youtu.be/v5MLl6YkdSs

Fast vergessen und wenig bekannt ist die Ermordung von über 200 JüdInnen vor 600 Jahren im heutigen 3. Wiener Gemeindebezirk. Die Wiener Gesera, der Massenmord am 12. März 1421 ist heute überlagert von den Schandtaten der Nationalsozialisten. Doch der Antisemitismus und seine hartnäckige Kontinuität bis ins Mittelalter existieren auch heute noch. Eine lebendige Gedenk- und Erinnerungskultur sind Voraussetzung für ein Nie wieder!  Diese war in Österreich lange Zeit vom Verdrängen, Leugnen und dem Hochhalten eines österreichischen Opfermythos, das erste Opfer der Nationalsozialisten gewesen zu sein, geprägt. Emotional geführte Debatten um Straßennamen und Denkmäler verweisen auch heute noch auf einen problematischen Umgang mit unserer Vergangenheit. Mit dem zunehmenden Verschwinden von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen steht die Gedenk- und Erinnerungskultur vor neuen Herausforderungen und fordert neue Konzepte.

Es diskutieren: em. Univ.-Prof. Dr. Martin Jäggle, Dr. Hanno Loewy, em. Prof.in Aleida Assmann (angefragt), Dr.in Victoria Kumar, Mag. Awi Blumenfeld, Dr. Christoph Konrath und Dr. Otto Friedrich

Moderation: Assoz.Prof.in Regina Polak

Die Online-Diskussion ist eine Begleitveranstaltung der Wissenschaftlichen Konferenz 2021 am 27./28. Mai unter dem Titel Kontinuität und Aktualität des Antisemitismus. Eine österreichische und globale Herausforderung.

International Finance and World Trade

On the Way to a Democratic and Social-Ecological Transformation?

Die Konferenz wird vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien am 28. und 29. September 2021 online durchgeführt. ÖGPW-Mitglieder profitieren vom reduzierten Teilnahmebeitrag. Es können Abstracts für
Forschungspapiere und Konferenzsessions eingereicht werden. Die Frist ist der 30. April 2021.

Keynote Speaker:

  • Prof. Supriya Singh, RMIT, University in Melbourne
  • Prof. Ulrich Brand, Universität Wien

Am 29. September 2021 wird es eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zu Konzepten eines Globalen Green New Deals geben. Alle weiteren Informationen finden Sie im detaillierten CfP.
 

Kontakt:
conference(at)finance-and-trade.net
enrico.schicketanz(at)univie.ac.at

Digitale Vortragsreihe: Rechtsextremismus und Politische Bildung

19. März - 28. Mai 2021

Eine Veranstaltungsreihe des Demokratiezentrums Wien und der Universität Wien
 

Europaweit lässt sich sowohl auf der Einstellungsebene als auch bei Wahlen verstärkt ein Trend zu einem wachsenden rechten bis rechtsextremen Gedankengut verzeichnen, der auch vor Bildungseinrichtungen wie der Institution Schule nicht Halt macht. Intersektional gedachte politische Bildungsarbeit versucht daher, von Diskriminierung betroffene Menschen dabei zu unterstützen, ihre diesbezüglich gemachten Erfahrungen zu  verarbeiten. Es sollen aber auch präventive Ansätze entwickelt werden, um Ideologien der Ungleichheit, Gewalt und Extremismus entgegenzuwirken.

Die Veranstaltungsreihe geht den Fragen nach, welche Konsequenzen die Rechtsextremismusforschung aus der Begeisterung für menschenverachtende Ideologien der Ungleichheit ziehen kann und welche Ansätze Pädagogik und Präventionsarbeit liefern, um diesen Tendenzen entgegen wirken zu können. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zum Zusammenspiel von Rechtsextremismus und politischer Bildung werden diese mit pädagogischen Praxen in Beziehung gesetzt und Möglichkeiten und Hindernisse der Rechtsextremismusprävention nachgezeichnet.

Alle Informationen zur Reihe, inkl. Online-Teilnahme, finden Sie hier.

 

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